Über uns: Erfahren Sie mehr über das Haus Hörn

Das Haus Hörn ist eines der größten Wohn- und Betreuungszentren der Region. Wer steht eigentlich hinter Haus Hörn mit seinen verschiedenen Einrichtungen? Welche Ziele verfolgen wir? Und was ist ein „Oratorium“? Erfahren Sie mehr über unsere Geschichte, die Leitbilder und über handelnde Personen!

Gesellschafter und Mitarbeitende

In Haus Hörn sind derzeit 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr für die Bewohnerinnen und Bewohner im Einsatz.

Gesellschafterversammlung

gesellschafterversammlung2016

Träger von Haus Hörn ist die „Haus Hörn gemeinnützige GmbH“, deren einziger Gesellschafter die „Pfarrer-Türks-Stiftung“ ist. Diese Stiftung wurde 2013 vom Aachener Oratorium gegründet. Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung der Haus Hörn gGmbH sind gleichzeitig auch Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung. Aktuell (Stand: Januar 2016) bestehen Gesellschafterversammlung und Kuratorium aus folgenden Mitgliedern:

von links nach rechts:

  • Bernd Schmitz. Kath. Priester, Oratorianer, Oberer der Oratorianer in Aachen
  • Bernd Thomas, Dipl. Wirtschaftsingenieur
  • Carlo Soiron, Rechtsanwalt
  • Rolf Thesing, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Elmar Oppelt, stellv. Vorsitzender von Gesellschafterversammlung und Kuratorium
    Dipl. Mathematiker
  • Dr. Walter Hartmann, Vorsitzender von Gesellschafterversammlung und Kuratorium
    Allgemeinmediziner i.R.

Geschäftsführung und Leitungsteam

Geschäftsführer der Haus Hörn gGmbH ist Manfred Vieweg, Dipl. Sozialarbeiter und Dipl. Betriebswirt. Er wird durch die Leitungen der verschiedenen Einrichtungen und Abteilungen unterstützt.

Manfred Vieweg

Geschäftsführung

Jeannette Curth

Stellvertretende Geschäftsführung, QMB, Haus- und Pflegedienstleitung ILP

Winfried Winkler

Hausleitung Seniorenhaus

Inge Nadenau

Hospizleitung

Dr. Ingrid Schmidt

Begegnungszentrum Leitung Seniorenwohnungen Leitung

Sascha Stier

Verwaltungsleitung

Dirk Schmitz

Küchenleitung

Carmen Mosch

Hauswirtschaftsleitung

Haus Hörn als Ausbildungsbetrieb

Sie mögen die Arbeit mit alten Menschen und möchten sich in der Altenpflege qualifizieren?

Im Haus Hörn können Sie sich zum/ zur staatlich anerkannte/n AltenpflegerIn (3 Jahre) oder AltenpflegehelferIn (1 Jahr) ausbilden lassen

Die Ausbildung in diesem sicheren, zukunftsträchtigen und vielseitigen Beruf ist eine gute Grundlage, um in das Berufsleben zu starten oder sich auch neu zu orientieren.

Die Ausbildung zum/ zur staatlich anerkannte/n AltenpflegerIn kann jährlich im Frühjahr oder im Herbst begonnen werden. Voraussetzung ist mindestens der Hauptschulabschluss 10A und eine Zusage eines Fachseminars, bei dem die theoretische Ausbildung stattfinden kann. Um dies zu gewährleisten kooperieren wir mit verschiedenen Fachseminaren in der Städteregion.
Die praktischen Einsätze während der Ausbildung finden im Seniorenhaus statt, aber Praktika sind auch in den anderen Bereichen des Hauses und/ oder in externen Einrichtungen (z.B. ambulanter Pflegedienst) möglich. Während der gesamten Zeit werden unsere Auszubildenden von qualifizierten Praxisanleitern begleitet.

Die Ausbildungsvergütung erfolgt nach AVR-Tarif.

Wir möchten trotz aller Gegebenheiten die Ausbildung in unserem Haus weiter verbessern und beteiligen uns daher seit Mitte 2016 an dem vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW und der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) geförderten Projekt „ZASA“ – Zukunftsfähige Ausbildungs-Strukturen in der Altenpflege der Region Aachen-Heinsberg.

Bei Interesse an einer Ausbildung im Haus Hörn wenden Sie sich bitte mit allen Fragen an Frau Schomacher.

mehr zur Ausbildung

Die Oratorianer

Das Oratorium des hl. Philipp Neri (1515 bis 1595) ist eine Gemeinschaft von Priestern und Laien in der römisch-katholischen Kirche.

philip-neriPhilipp Neri

Philip Neri lebte im 16. Jahrhundert in Rom. Geboren in Florenz kam er als Jugendlicher in die Ewige Stadt. Er wollte dem Evangelium eine konkrete Gestalt geben. Das tat er, indem er in die Hospitäler der Stadt ging und Kranke pflegte. „Wann wollen wir anfangen, gut zu sein“, mit dieser Frage lud er die Menschen auf den Straßen Roms ein, mit ihm in der Heiligen Schrift zu lesen, zu beten und sich in den Dienst der Armen und Kranken zu stellen. Aus diesen Treffen und Aktionen entstand das Oratorium, eine Gemeinschaft von Menschen, die ernst machen mit dem Glauben.

Das Aachener Oratorium

Gegründet 1956, ist es hervorgegangen aus einem Kreis von Theologiestudenten, die in der Seelsorge nach dem Vorbild des heiligen Philipp Neri zusammenarbeiten wollten.

Der Bischof übergab den jungen Oratorianern eine neue Pfarre im Westen Aachens. Neben verschiedenen anderen Aufgaben etwa in Studenten-, Schul- oder Militärseelsorge war die Pfarrseelsorge eine Hauptaufgabe der Priestergemeinschaft. 1968 führte diese Arbeit zur Gründung des Haus Hörn. Mit dem Bau des Hospizes übernahm das Oratorium die Trägerschaft des Hauses von der kath. Pfarrgemeinde St. Sebastian.

Pfarrer Dr. Paul Türks

Pfarrer Türks gehörte zur Gründungsgeneration des Aachener Oratoriums. Er war der erste Pfarrer der neugegründeten Pfarrgemeinde St. Sebastian. In den 1960iger Jahren eröffnete er nach Kindergarten und Jugendzentrum 1968 ein Altenheim. Mit großer Wachheit reagierte er auf die Erfordernisse der Zeit und der Menschen. Zusammen mit der Heimleiterin Clementine Louven baute er das Haus zu einem modernen Wohn- und Pflegezentrum aus. Ein großes Anliegen war ihm die Hospizarbeit, die er im angelsächsischen Sprachraum kennengelernt hatte, und im ersten stationären Hospiz Deutschlands nach Aachen geholt hat.

Geschichte des Hauses

Gegründet wurde „Haus Hörn“ von den kath. Priestern des Aachener „Oratorium des hl. Philipp Neri“. Dr. Paul Türks, einer der Gründer des Oratoriums, zeichnete sich durch eine besondere Wachheit für die Bedürfnisse seines Umfeldes und seiner Zeit aus. So gründete er in dem nach dem Krieg geschaffenen Neubauviertel „Aachen-Hörn“ zunächst einen Kindergarten und ein Jugendheim.

Im Anschluss daran nahm er die Bedürfnisse der alten Menschen „in den Blick“ und eröffnete am 04.06.1968 ein Seniorenheim (heute: Seniorenhaus). In den mehr als 40 Jahren hat sich in unserem Seniorenhaus immer wieder eine Menge verändert. Vor allem die Um- und Neubauten (zuletzt 2014 fertig gestellt) haben hier ihre Spuren hinterlassen. Das Seniorenhaus im Haus Hörn verfügt über 107 Plätze. Ebenso ist Kurzzeitpflege möglich.

1973 wurden 87 Altenwohnungen gebaut, in denen Senioren – mit ihrem Ehepartner oder alleine – in der eigenen Wohnung leben und verschiedene Dienstleistungen des Hauses in Anspruch nehmen können. In diesem Gebäude gibt es auch eine Physiotherapie und das Begegnungszentrum.

In den 80er Jahren trieb Dr. Türks und seine Mitbrüder immer mehr die unzureichende psychosoziale Versorgung von Sterbenden in den Krankenhäusern um. Sterben war aus der Häuslichkeit in das Krankenhaus „verschoben“ worden, mit allen bekannten Folgen. Diesen Missstand wollte er ändern, und so engagierte er sich in der sich bildenden „Hospizbewegung“. Dabei sollte es aber nicht bleiben, vielmehr beschlossen er und seine Mitbrüder ein Hospiz zu bauen, in dem Menschen ihre letzte Lebensphase wirklich als Teil ihres Lebens erfahren können. Dabei orientierten sie sich an britischen Vorbildern.

1986 konnte – teilweise gegen großen gesellschaftlichen und auch kirchlichen Widerstand – das Hospiz im Haus Hörn eingeweiht werden. Unser Hospiz ist damit das erste in Deutschland gewesen und feiert 2016 sein 30jähriges Bestehen. In den Jahren 2010 bis 2012 erfolgte eine umfängliche Sanierung des Gebäudes. Heute stehen 12 Plätze für Hospizgäste zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es in Haus Hörn die Intensive Langzeitpflege für Menschen mit einem besonders hohen Pflegebedarf, wie er z.B. bei Menschen im Wachkoma, bei beatmungspflichtigen Menschen oder im Endstadium der Multiplen Sklerose entsteht. Hierfür stehen 26 Plätze zur Verfügung.

Zur Komplettierung des Angebots wurde 1999 eine Tagespflege mit 12 Plätzen eröffnet: Menschen, die ansonsten in ihrer häuslichen Umgebung leben, kommen an einem oder mehreren Tagen in die Tagespflege des Haus Hörn, um mit Menschen in der gleichen Lebenslage den Tag zu verbringen.